Die Küste bietet etwa 15 ununterbrochene Kilometer goldenen Sandes.
Die Halbinsel, die Venedig verteidigt
Jahrhundertelang war der schmale Landstreifen von Cavallino-Treporti das natürliche Bollwerk Venedigs und trennte die Lagune vom offenen Meer. Das Forte Treporti, das die Österreicher zwischen 1845 und 1851 auf den Ruinen eines französischen Forts errichteten, die Batterien vom Anfang des 20. Jahrhunderts und die alten Schöpfwerke erzählen eine Geschichte von Grenzland, Mühe und Erfindungsreichtum, in der der Mensch gelernt hat, mit dem Wasser zu leben.
Bäuerliche Kultur und maritime Tradition
In den Ortsteilen Treporti, Ca' di Valle, Lio Piccolo und Saccagnana scheint die Zeit stillzustehen. Kirchlein, ländliche Höfe und Bildstöcke zeugen vom Leben der Bauern- und Fischergemeinschaften, die noch heute die Gärten auf den Salzwiesen bestellen und Fisch und Muscheln in den Fischzuchtbecken (Valli da pesca) züchten.
Die sparasea, der Spargel von Cavallino
Der grüne Spargel von Cavallino, hier sparasea genannt, hat einen vollen Geschmack mit einer bitteren Note, die von den sandigen Böden der Küste kommt. Er wird von Mitte März bis in die ersten Junitage vollständig von Hand geerntet, und seit über fünfzig Jahren feiert ihn die Festa dea Sparesea zwischen Ende April und Anfang Mai. Daneben wachsen Tomaten, Zucchini, Paprika, Auberginen und Salate: Die Gemüsegärten gehören genauso zur Landschaft wie die Lagune.
Fisch aus der Lagune, Küche des Meeres
Moeche, Miesmuscheln und Venusmuscheln aus der Lagune, Goldbrassen, Wolfsbarsche und Meeräschen aus den Fischzuchtgebieten: Die Küche von Cavallino-Treporti bringt auf den Tisch, was Lagune und Adria zur jeweiligen Jahreszeit hergeben. Die örtlichen Trattorien setzen auf den Fang der lokalen Genossenschaften, die mit handwerklichem, schonendem Gerät arbeiten, auf die Erzeugnisse der Gärten und auf die Weine der DOC Venezia, denen die Nähe des Meeres eine erkennbare Mineralität hinterlässt.