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Mit dem Fahrrad zu den Befestigungsbauten
Mit dem Fahrrad zu den Befestigungsbauten

Mit dem Fahrrad zu den Befestigungsbauten

Ein Freilichtmuseum, in dem Fotos, Funde und militärische Gebäude die Kriegsvergangenheit  vergegenwärtigen.

Sie haben bestimmt die vielen alten Bauten bemerkt, die auf unserer Halbinsel emporragen oder verdeckt entlang der Küste liegen. Dabei handelt es sich um militärische Befestigungsbauten, die zum Schutz Venedigs während des Ersten Weltkrieges errichtet wurden.
Die über das gesamte Gebiet verstreuten Kasernen, telemetrischen Türme, Bunker, Forts und Batterien sind Teil eines wertvollen Architekturbestands, der die gesamte Halbinsel prägt und einen wichtigen Aspekt der historischen und kulturellen Identität von Cavallino-Treporti offenbart.

Mit dem Fahrrad zu den Befestigungsbauten​

Cavallino Treporti ist wirklich ein Museum unter freiem Himmel.​

Seien Sie bereit! Erkunden sie auf dem Fahrrad die historischen Orte unserer Halbinsel!

Ausgangspunkt  von den Schleusen in Cavallino, Richtung Punta Sabbioni bis zur Batterie Radaelli die Küste entlang.
Wir sind sicherlich keine Historiker und wenn Sie ausführlicherer Erklärungen bedürfen, laden wir Sie ein, die Texte von Furio Lazzarini (Historischer Berater der Gemeinde Cavallino-Treporti) zu lesen. Wir möchten Ihnen trotzdem einige dieser bedeutenden historischen Orte, die auf dieser Strecke liegen, vor ihrer atemberaubenden Naturkulisse näherbringen. Verpassen Sie während Ihres Aufenthalts in Cavallino Treporti nicht diese Gelegenheit!

Diese familienfreundliche Route durch die Natur auf historischen Spuren werden Sie besonders gern mit dem Fahrrad zurücklegen.

Die Schleusen von Cavallino​
Als die Schleusen gebaut wurden, befand sich auf der entstandenen Insel ein Gebäude, das anfangs als Zollstelle und Gasthaus genutzt wurde. Während des Ersten Weltkrieges wurde dieser Bau als militärischer Standort verwendet. Derzeit befindet sich darin die "Locanda alle Porte 1963“.

Die telemetrischen Türme, um den Feind aus der Ferne zu sichten.
Wenn man von den Schleusen in Cavallino aus startet und die Via Casson entlang und dann die via Pordelio weiterfährt, wird man auf der linken Seite mehrere Türme bemerken, die zwischen Feldern und Häusern emporragen. Es sind die telemetrischen Türme, Posten, von denen einst die Wachen die feindlichen Armeen ausmachen konnten, ihre Entfernung berechneten und alle Daten an die im Gebiet verstreuten Batterien weitergaben.
Die telemetrischen Türme entlang der Route:

  • den Pordelio Kanal entlang bis  zum Fort Treporti -> Turm Vignotto, Turm Sassonio, Turm Ca' Bodi, Turm Ca' Padovan, Turm Crepaldo, Turm Lio Grando  
  • vom Fort Treporti zur Batterie Radaelli -> Turm via Hermada, Turm Ca’ Savio, Turm San Marco und Turm Scarpa.

Fort Vecchio - Auch als Fort Treporti bekannt​
Wenn Sie Lio Grando erreicht haben, können Sie das Fort Vecchio bewundern. Das Gebäude wurde zwischen 1845 und 1851 erbaut, um die Hafenmündung von Punta Sabbioni und die Lagune von Venedig zu verteidigen. Die zwei telemetrischen Türme hingegen wurden während des Ersten Weltkrieges erbaut.

Die Küstenbatterien​
Sobald von den Türmen die Koordinaten erhalten wurden, feuerten die Batterien Artillerieschüsse mit höchster Präzision ab.
Während die telemetrischen Türme weiter hinten lagen und gut getarnt waren, um weniger sichtbar zu sein, befanden sich die Batterien vorwiegend an der Küste.

Die Batterien Amalfi, San Marco und Radaelli, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurden, waren insbesondere an der Landfront im unteren Piave-Tal aktiv. Dank der 360-Grad-drehbaren Panzertürme, die über Kanonen mit größter Reichweite verfügten, wurden von diesen Batterien problemlos die Infanterien und feindlichen Vorposten getroffen.

Die Batterie Pisani konnte hingegen aufgrund der geringen Reichweite ihrer Kanonen während des Ersten Weltkrieges nicht aktiv an der Front des unteren Piave-Tals kämpfen, während sie im Zweiten Weltkrieg ein aktiver Posten der Flugabwehrartillerie war.

Da unsere Befestigungen Hauptelemente der Aufwertung des Gebiets sind, wurde das Projekt der Kultur-Route „Via die Forti“ geplant, ein Museum unter freiem Himmel, deren Angelpunkt das Museum Batteria Pisani ist.

Wir sind uns jetzt bewusster, dass unsere Kriegsvergangenheit einen riesigen Zeugniswert hat, und wollen ihr nun durch das Projekt "Via dei Forti“ neues Leben geben, um ihren dokumentarischen Wert aufzuzeigen.

Die „Via dei Forti“ ist unbestreitbar eine Kultur-Route durch unsere Geschichte, die sich auf 13 Kilometern Küste erstreckt und ungefähr 200 original erhaltene militärische Gebäude verbindet. Zu den Zielen gehören telemetrische Türme, gewaltige Batterien, Bunker, Pulverkammern, Kasernen und Zufluchtsorte.

Höhepunkt:​

  • Die Batterie Vettor Pisani wurde in den Jahren 1909 bis 1912 errichtet. Sie wurde zu Ehren des venezianischen Admirals so genannt, der im Jahr 1380 die Genuesen im Krieg von Chioggia besiegte. Seit Juli 2017 kann man die Batterie, die heute ein Museum beherbergt, besichtigen. Dieser Befestigungsbau wurde zwischen 1915 und 1917 errichtet und erhielt seinen Namen vom Kreuzer Amalfi, der am 7. Juli 1915 von einem feindlichen Unterseeboot versenkt wurde.
  • Batterie C.A. Radaelli: Die dem Patrioten und General Carlo Alberto Radaelli gewidmete Batterie, die im östlicheren Teil des Küstengebiets liegt, war gegen die österreichisch-ungarischen Offensive im Sommer 1918 besonders aktiv. 
  • Die Batterie San Marco: Ihre Errichtung, die im Jahr 1909 begann, wurde 1912 fertiggestellt. Sie erhielt ihren Namen vom Schutzheiligen Venedigs und wie die Batterien Amalfi und Radaelli war sie besonders aktiv in den Schlachten an der Landfront des unteren Piave-Tals, vor allem im Sommer 1918. 
  • Forte Treporti:  wurde um die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, neben anderen Forts, von den Österreichern, als Verteidigungsanlage der Hafenmündung, errichtet, um die Lagune von Venedig streng zu bewachen.
  • Telemetrische Türme
  • Kaserne Ca Pasquali: Parallel zu den eigentlichen Befestigungsanlagen musste außerdem eine ganze Reihe zusätzlicher Bauten wie Gebäude für das Kommando und die Wachmannschaft, Kasernen, Lager und Depots, Pulverkammern, Munitionslager, Messtürme und vieles mehr errichtet werden. 
  • Kaserne Mandracio: Sie war die erste Kaserne von Cavallino-Treporti.

Das ist ein kleiner Vorgeschmack des herrlichen Schatzes, den wir auf unserer Halbinsel bergen. 

Wir können Ihnen nur empfehlen, die Gelegenheit zu ergreifen und diese Bruchstücke der Geschichte zu bewundern, die unser Cavallino-Treporti bereichern.

Unterladen Sie den Plan “Via dei Forti”

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